VR-Bank blickt auf erfolgreiches Jahr 2017

Raiffeisens Genossenschaftsidee hoch aktuell im Jubiläumsjahr

Die VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach eG hat sich im Geschäftsjahr 2017 in einem herausfordernden Marktumfeld erfolgreich behauptet und ihre Position in der Region weiter gestärkt. Namensgeber Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der vor wenigen Tagen seinen 200. Geburtstag gefeiert hätte, wäre zu Recht stolz auf die Nachhaltigkeit seiner genossenschaftlichen Idee.

Gute Zahlen – vertrauensvolle Kundenbeziehung

„Unsere Kunden vertrauen uns. Das war die Basis für die gute Entwicklung unseres Kredit- und Einlagengeschäfts“, ist Vorstandsmitglied Johannes Hofmann mit Blick auf die Geschäftszahlen überzeugt. Dies spiegelt sich auch in der Bilanzsumme wider, die Mittelfrankens zweitgrößte Genossenschaftsbank von 1,46 Milliarden Euro (2016) auf 1,54 Milliarden Euro steigern konnte.   

Auch hinsichtlich des anhaltenden Niedrigzinsniveaus und den wachsenden Regulierungsanforderungen sieht Vorstandsmitglied Hans-Peter Lechner die VR-Bank „zukunftsorientiert aufgestellt“ und erläuterte quasi als Beweis die wichtigsten Zahlen:
Das Kreditvolumen konnte um 6,5 Prozent überdurchschnittlich auf 874 Millionen Euro ausgeweitet werden, prozentual im gleichen Umfang stiegen die darin enthaltenen Wohnungsbaukredite von 462 auf 492 Millionen Euro. Als regionaler Testsieger in der Baufinanzierungsberatung (Testnote: 1,48 – DIE WELT) rechnet Lechner in diesem Segment mit einer Expansion: „Trotz des leichten Zinsanstiegs in den letzten Wochen bleibt die Immobilie eine interessante Investition sowohl für den Eigennutzer als auch für den Kapitalanleger. Denn die Mieten sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen – ein Ende der Preisexplosion ist nicht in Sicht.“  So hat die VR-Bank zusammen mit drei weiteren Genossenschaftsbanken und dem Nürnberger Bauträger Schultheiß Holding GmbH die VR Wohnungsgenossenschaft gegründet, die sich vorrangig auf die Errichtung von gefördertem Wohnungsbau konzentriert.    

„Die Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen in der Region ist und bleibt eine unserer Stärken“, ergänzt Hofmann. Basierend auf ihrer Kundennähe und den guten Marktkenntnissen will die VR-Bank ihre Position 2018 ausbauen. „Wir begleiten die Betriebe bei ihren Investitionen und leisten damit unseren Beitrag für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in unserem Geschäftsgebiet“. Auch das Kreditinstitut selbst kann mit einer kontinuierlichen Beschäftigungszahl von 330 Mitarbeitern (Vorjahr 332) aufwarten und investiert außerdem kräftig in den Nachwuchs: 20 junge Damen und Herren werden zur Zeit ausgebildet.  

Das Einlagengeschäft verlief trotz des Niedrigzinsumfelds positiv: Die Kunden hatten der VR-Bank zum Jahresende Einlagen in Höhe von 1,24 Milliarden Euro anvertraut (Vorjahr: 1,15 Mrd. Euro). „Aus traditionellen Sparern erfolgreiche Wertpapier-Anleger machen“ – dieses Konzept, für Kunden höhere Renditen am Kapitalmarkt zu erzielen, zahlte sich zugleich für die VR-Bank aus: Ihr Wertpapierertrag stieg um mehr als 16 Prozent auf 3,37 Millionen Euro. Das gesamte betreute Kundenanlagevolumen (Kundenanlagen plus Kredite) erhöhte sich um 7,7 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro (Vorjahr 2,89 Milliarden Euro).

Digitale Zukunft

Ihre Eigenkapitalausstattung konnte die VR-Bank weiter stärken: Die Gesamtkapitalquote belief sich zum Jahresende 2017 auf 16,7 Prozent. „Das ist ein solider Puffer für alle Herausforderungen, die in den kommenden Jahren auf uns einstürmen“, so Hofmann. Besonders die Digitalisierung mache er als den gravierendsten Veränderungsfaktor für das Bankgeschäft aus. „Die Besuche in unserer Online-Filiale nehmen stetig zu. Deswegen bauen wir unser digitales Angebot weiter aus, um es noch attraktiver und nutzerfreundlicher zu machen“. Mitte Mai wird mit dem digitalen Anlageassistenten „MeinInvest“ eine weitere Innovation starten: Der online-affine Anleger erhält über einen sogenannten Robo-Advisor (Wortschöpfung aus Roboter und Berater) Zugang zu einer zeitgemäßen Geldanlage: Bereits mit geringen Geldbeträgen ab 25 Euro monatlich oder 500 Euro einmalig lässt sich weit gestreut investieren – in professionell verwaltete Anlagefonds etwa aus Aktien, Anleihen oder Rohstoffen. 

Lebendige Genossenschaftsidee

Lechner spannt abschließend den zeitlichen Bogen von den modernen Medien zur 140-jährigen Banktradition: „Wir bleiben weiterhin nah bei unseren Kunden – zum einen mit unserem gut strukturierten Filialnetz und zum anderen mit unserem genossenschaftlichen Werteverständnis: Beides verbindet seit 1878 die VR-Bank mit den Menschen in der Region!“ Dass das keine leere Worthülse ist, beweisen auch die kreativen Spendenkonzepte der Bank: Jährlich werden mit einer Gesamtsumme von 200.000 Euro soziale, kulturelle, sportliche Ideen vor Ort gefördert – in diesem Jahr u.a. das Herzogenauracher Kulturfestival „hin&herzo“.

„Viele schaffen mehr“ lautet die Devise des genossenschaftlichen Vordenkers Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Sollte die Vertreterversammlung - das aus den Mitglieder gewählte oberste Entscheidungsorgan der Erlanger Genossenschaftsbank - zustimmen, würde den knapp 35.700 Mitgliedern im Raiffeisen-Jubiläumsjahr ein zusätzlicher Bonus von 0,5 Prozent zur Dividende in Höhe von zwei Prozent. „Wir erwarten in diesem Jahr unser 36.000 Mitglied mit einer besonderen Überraschung“, verspricht Lechner.