Soziales Engagement auf 4 Rädern

am Benefizkonzert das VR-Mobil übergeben

Lieb gewordene Traditionen sollte man beibehalten! Deswegen übergab die VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach eG an ihrem alljährlichen Benefizkonzert nun schon zum 11. Mal einer gemeinnützigen Organisation ein VR-Mobil: ein nagelneues Auto der Marke VW take up! im Wert von 12.000 Euro. In diesem Jahr ging das „Engagement auf 4 Rädern“ an den Hospiz-Verein Erlangen e.V. Über den VR-Mobil-Kinderbus – ein handgeschobenes Gefährt mit Platz für sechs Kinder und einem Wert von 3.000 Euro – konnte sich die Kindertagesstätte „Hand in Hand“ in Hemhofen freuen.      

Autoschlüssel übergeben

Die VR-Vorstandsmitglieder Johannes Hofmann und Hans-Peter Lechner konnten in der Erlanger Heinrich-Lades-Halle den Autoschlüssel im Beisein von 1.100 Konzertbesuchern überreichen: Somit biete der alljährliche Benefizabend – diesmal mit den Hofer Symphonikern unter dem Motto „Happy New Year – Proms Concert“ – ein Forum, um die gebührende Aufmerksamkeit auf herausragendes soziales Engagement in der Region zu richten. Ganz im Sinne des Genossenschaftsbegründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der die Mitbestimmung als genossenschaftliche Maxime gesehen hatte, wurde der diesjährige Mobil-Empfänger in einem öffentlichen Online-Voting ermittelt: Dabei konnte sich der Hospiz Verein Erlangen ganz vorn platzieren.

Dr. Inge Schwemmle, die 1. Vorsitzende des Vereins, erläuterte den Konzertbesuchern, warum gerade auch eine stationäre Einrichtung mobil sein müsse: „Sicher können Sie sich vorstellen, dass viele Todkranke in der letzten Lebensphase am liebsten zuhause betreut werden wollen.“ Über die „immense Antriebskraft auf vier Rädern“ zeigte sich auch die 2. Vorsitzende Marion Pliszewski erfreut, hatte sie doch eine außergewöhnliche Bewerbung für das VR-Mobil eingereicht – stellvertretend für 120 aktive Ehrenamtliche, die eine angemessene Lebensqualität sterbender Menschen ermöglichen wollen.    

Geschenk des Bankernachwuchses

Empathie zeigen – das beabsichtigten die 15 Auszubildenden der VR-Bank mit der zusätzlichen Übergabe eines VR-Mobil-Kinderbusses an die Kindertagesstätte „Hand in Hand“ in Hemhofen. „Wer als Auszubildender die Arbeitswelt neu entdeckt, freut sich, wenn er dabei von vielen Seiten unterstützt wird. Der VR-Mobil-Kinderbus ist wiederum unser Beitrag, dem Nachwuchs in der Region beim Erforschen seiner Umwelt zu helfen!“, so die Jungbanker Marcel Zöbelein und Max Kammermeyer. Die Leiterin der Kinderkrippe Susan Kübrich und ihre Stellvertreterin Tina Heilmann zeigten sich hocherfreut, nun noch mehr Naturerlebnisse ansteuern zu können.

VR-Benefizkonzert

Fulminanter musikalischer Jahresauftakt

Aber nicht nur die VR-Mobil-Empfänger, sondern auch die Konzertbesucher kamen auf ihre Kosten: Ein fast dreistündiges Konzertprogramm versetzte quasi das legendäre „Last night of the proms“- Concert aus der Londoner Royal Albert Hall kurzerhand nach Erlangen. „Diesem Vergleich kann unser VR-Benefizkonzert durchaus standhalten“, so VR-Vorstand Hofmann in seiner Begrüßung.

Damit das britische Konzerterlebnis derart gelingen konnte, kamen vier vortreffliche Komponenten zusammen:

  • Als Qualitätsgarant sind die Hofer Symphoniker zu sehen, die auf Einladung der Bank das Erlanger Publikum bereits zum achten Mal von ihrer musikalischen Bandbreite zu überzeugen wussten.
  • Ein hochwertiges Programm, das seinen abwechslungsreichen Bogen von Klassik über Musical bis hin zu Filmmusik spannte – angefangen bei der Jubel-Ouvertüre von Carl Maria von Weber über Lehárs Potpourri aus der Operette „Die lustige Witwe“ bis zu „The impossible dream“ aus „Der Mann von La Mancha.
  • Die Kombination zweier vortrefflicher Solisten – der amerikanische Tenor Randall Bills sowie der schottische Bariton Richard Morrison – bot die in Konzerten seltene Chance, berühmte Duette wie „Au fonds du temple saint“ aus der Oper „Die Perlenfischer“ von Georges Bizet oder „There is nothing like a dame“ aus dem Richard-Rodgers-Musical „South Pacific“ zu Gehör zu bringen – von euphorischem Applaus gekrönt.
  • Und schließlich der charismatische Engländer Russell N. Harris, in dessen Händen nicht nur der Taktstock, sondern auch das Mikrofon für die Moderation bestens aufgehoben war: Der eine oder andere humorvolle Seitenhieb auf seine Landsleute anlässlich des bevorstehenden „bloody brexit“ amüsierte das Publikum zusehend und sorgte für einen außergewöhnlichen Mix aus professionellem Kunstgenuss und spaßvollem Entertainment.

So kam, was kommen musste: ein interaktives Finale, das der Londoner Tradition folgte und der Royal Albert Hall würdig gewesen wäre. Bei „Rule Britannia“ oder beim obligatorischen „Radetzky-Marsch“ konnte das Publikum mitsingen, mitklatschen oder Flyer schwenken. Und anschließend wurden gleich die Eintrittskarten für das VR-Benefizkonzert im Jahr 2020 bestellt.  

Text: Gabriele Stiefler