Kreativität ist manchmal absurd

11.000 Euro für Schulen in der Region

„Jugend & Fantasie“ – so heißt der alljährliche Kreativwettbewerb der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach eG für die Schulen in der Region. 10.000 Euro konnten bereits zum 18. Mal für die fantasievollsten Projekte ausgeschüttet werden. Zum Thema „Finanzielle Bildung“ wurde zusätzlich eine Prämie von 1.000 Euro vergeben.

 

Andersdenken gefordert

Gabriele Stiefler, Leiterin Unternehmenskommunikation, begrüßte zu Beginn der Spendenübergabe die siegreichen Kinder sowie Jugendlichen mit einem Zitat des Wissenschaftlers Albert Einstein: „Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es keine Hoffnung für sie!“ und betonte damit: „Unser Wettbewerb soll Mut machen, Etabliertes auch mal zu hinterfragen und anders anzupacken!“ Um das Querdenken auch gebührend zu würdigen, stellen an einem Nachmittag mehrere Berater der VR-Bank jeweils ihre Patenprojekte kurz vor und überreichen die Gewinnerschecks.

 

Zuvor hatte sich VR-Mitarbeiterin Simone Ebersberger, verantwortlich für das Sponsoringkonzept „Jugend & Fantasie“, immens Arbeit gemacht, um aus einer Vielzahl an Projekten die 10 beeindruckendsten auszuwählen: "Um diesen Facettenreichtum objektiv beurteilen zu können, hat sich unsere Jury von extern Unterstützung geholt. Die Leiterin des Erlanger Bildungsbüros, Dr. Simone Pilz, hat die schöpferische Freiheit der Schulen mit beurteilt.“ Im anschließenden öffentlichen Online-Voting konnten VR-Bank-Kunden und Bürger aus der Region die Platzierung sowie das damit verbundene Preisgeld der 10 ausgewählten Projekte mitbestimmen.

 

Umweltpreis 2020

Die Schüler wussten ihre schöpferische Freiheit - ohne Themenvorgabe - auch im 18. Wettbewerbsjahr zu nutzen:

„Jugend & Fantasie“ sei in dieser Zeit „erwachsen“ geworden, führte Stiefler aus. Seien in den Anfangsjahren überwiegend Schauspielprojekte eingereicht worden, bezögen sich jetzt viele Konzepte auch auf das aktuelle Zeitgeschehen. So habe sich die VR-Bank für das Jahr 2020 entschlossen, ergänzend zum bestehenden Wettbewerb einen Umweltpreis auszuloben, dotiert mit 1.500 Euro: Projekte, die beispielsweise für einen verantwortungsvollen Konsum appellieren oder die Natur unseres Planeten respektieren, kämen hier genau richtig.   

 

Platz 1 für „Schwarzlicht-Tanzperformance“

Die Gewinnerprojekte, die oftmals erst durch die finanzielle Unterstützung realisiert werden können, stammen aus den verschiedenen Schultypen und wurden jeweils mit Prämien zwischen 500 und 1.500 Euro bedacht. Mit einem klaren Vorsprung im Online-Voting landete das Gymnasium Fridericianum Erlangen mit seiner „Schwarzlicht-Tanzperformance“ auf Platz 1 und konnte dafür die Höchstprämie von 1.500 Euro entgegennehmen: Mysteriös leuchtende Schülerinnen der 11. und 12. Jahrgangsstufe präsentierten in der Aula eine selbst choreografierte und gestaltete Tanzaufführung.

Platz 2 - dotiert mit 1.300 Euro – eroberte das Marie-Therese-Gymnasium Erlangen: mit der Inszenierung des Musicals „Tom Sayer“, das an den Schultheatertagen im Markgrafentheater aufgeführt wird. Mit dem 3. Platz wurde die Staatliche Realschule Höchstadt für das Projekt „Kunst küsst Poesie“ ausgezeichnet und mit 1.200 Euro prämiert. Schüler der 9. Jahrgangsstufe suchten aus dem Lyrikfundus der Schule ein englisches, deutsches und fränkisches Gedicht und schufen dazu Kunstwerke für eine Vernissage.

 

Ob Schüler Physik im Kindergarten vermitteln, Animationsfilme aufnehmen, im Street-Art-Design das Schulhaus verschönern - die 10 prämierten Projekte eint vor allem eins: Alle Siegerteams haben auf sehr individuelle und herausstechende Weise den Wettbewerbscharakter unterstrichen.

 

Bewussten Umgang mit Geld vermitteln

Ein Sonderpreis wurde zum Thema „Finanzielle Bildung“ übergeben: „Als Bank vor Ort muss uns daran gelegen sein, Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen zu vermitteln“, so Stiefler. Eine Prämie in Höhe von 1.000 Euro ging deswegen an die Wirtschaftsschule Erlangen für ihren Kooperationsvertrag mit dem „Dritte Welt Laden Erlangen e.V.“.

So sehen Sieger aus: 10 Kreativ-Teams freuen sich über ihre Prämienschecks!

Text: Gabriele Stiefler