Kreativität bedeutet Andersdenken

11.500 Euro für Schulen in der Region

„Jugend & Fantasie“ – so heißt der alljährliche Kreativwettbewerb der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach eG für die Schulen in der Region. 10.000 Euro konnten bereits zum 19. Mal für die fantasievollsten Projekte ausgeschüttet werden. Ergänzend zum bestehenden Wettbewerb wurde ein Umweltpreis ausgelobt, dotiert mit 1.500 Euro.

In schwierigen Zeiten ist Andersdenken gefordert

„Unser Wettbewerb soll Mut machen, Etabliertes auch mal zu hinterfragen und anders anzupacken – ein wichtiger Grundgedanke nicht nur in unsicheren Zeiten!“, damit erklärt Gabriele Stiefler, Leiterin Unternehmenskommunikation der VR-Bank, den seit fast zwei Jahrzehnten ungebrochen Zuspruch der Schulen.   

Und VR-Mitarbeiterin Simone Ebersberger, verantwortlich für das Sponsoringkonzept „Jugend & Fantasie“, ergänzt: „Um aus einer ständig wachsenden Zahl an Projekten die 10 beeindruckendsten auszuwählen und objektiv zu beurteilen, hat sich unsere VR-Jury sogar externe Unterstützung geholt.“ Sarah Kretschmer aus dem Team des Erlanger Bildungsbüros sowie Christiane Schwandner, Lehrerin an der Grundschule Adelsdorf, haben die schöpferische Freiheit der Schulen mit eingeschätzt. Im anschließenden öffentlichen Online-Voting konnten VR-Bank-Kunden und Bürger aus der Region die Platzierung sowie das damit verbundene Preisgeld der 10 ausgewählten Projekte bestimmen.

Platz 1 für „Stolpersteine“

Die Gewinnerprojekte, die oftmals erst durch die finanzielle Unterstützung realisiert werden können, stammen aus den verschiedenen Schultypen und wurden jeweils mit Prämien zwischen 500 und 1.500 Euro bedacht.

 

Mit einem klaren Vorsprung im Online-Voting landete das P-Seminar des Emmy-Noether-Gymnasiums Erlangen mit dem Projekt „Stolpersteine“ auf Platz 1 und konnte dafür die Höchstprämie von 1.500 Euro entgegennehmen: Es geht um jüdische Bürger, denen in Erlangen Stolpersteine gewidmet worden sind. Eine selbstprogrammierte App zeigt auf einer Stadtkarte die Position der Steine auf und vermittelt durch Texte sowie Bilder das Leben der Menschen. Platz 2 - dotiert mit 1.300 Euro – eroberte die Grundschule Tennenlohe: Im neu etablierten Schulradio „AnTennenlohe“ werden Beiträge aus dem Schulleben, Interviews und Hörspiele gesendet. Mit dem 3. Platz wurde die Friedrich-Rückert-Grundschule Erlangen für das Projekt „Virtuelle Kunstvernissage“ ausgezeichnet und mit 1.200 Euro prämiert. Schüler der 3. und 4. Jahrgangsstufe haben sich während der Schulschließung mit dem Künstler Tony Cragg beschäftigt und eigene fantastische Kunstwerke aus allem geschaffen, was sich beim Spazierengehen und zu Hause finden ließ. Diese Werke wurden bei einer virtuellen Kunstvernissage gefilmt.

 

Ob Schüler Interviews mit „Zeitzeugen“ auf Video festhalten, die Schulgemeinschaft zum umweltbewussten Handeln anleiten, zum Radfahren motivieren oder Pausenhöfe verschönern - die 10 prämierten Projekte eint vor allem eins: Alle Siegerteams haben auf sehr individuelle und herausstechende Weise den Wettbewerbscharakter unterstrichen.

Umweltpreis 2020

Die Schüler wussten ihre schöpferische Freiheit - ohne Themenvorgabe und unter erschwerten Corona-Bedingungen - auch im 19. Wettbewerbsjahr zu nutzen: „Jugend & Fantasie“ sei in dieser Zeit „erwachsen“ geworden, führte Stiefler aus. Seien in den Anfangsjahren überwiegend Schauspielprojekte eingereicht worden, bezögen sich jetzt viele Konzepte auch auf das aktuelle Zeitgeschehen. So ergänzt der diesjährige Umweltpreis – dotiert mit 1.500 Euro - den bestehenden Wettbewerb. Hier kam das Projekt des Fridericianums Erlangen gerade richtig: Mit einfach umsetzbaren Konzepten appelliert der Arbeitskreis an die Schüler, den ökologischen Fußabdruck zu verringern: beispielsweise durch einen verantwortungsvollen, fairen Konsum, Stromsparen oder umweltschonende Mobilität.

Bild: Natur fördert Kreativität: Die Schüler des P-Seminars des Emmy-Noether-Gymnasiums ließen sich unter freiem Himmel zu ihrem Projekt „Stolpersteine“ inspirieren.

 

Text: VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach eG