v.l.n.r. Johannes Hofmann, Markus Gürne, Prof. Heinrich von Pierer, Hans-Peter Lechner und Johannes Eger

Wirtschaftsmacht China

Vortrag unserer VR-Bank

„China – Konkurrent oder Partner?“ – diese Frage beantwortete die VR-Bank Erlangen-Höchststadt-Herzogenaurach eG mit einem Vortragsabend, zu dem sie rund 400 Mitglieder und Kunden ins SiemensForum eingeladen hatte.

In seiner Begrüßung umriss Vorstandsmitglied Johannes Hofmann diesen gewaltigen und lukrativen Handelsmarkt in wesentlichen Zahlen: 1,4 Mrd. Einwohner – mit 13,4 Billionen US-Dollar die zweitgrößte Volkswirtschaft – mit 2,1 Billionen US-Dollar der zweitgrößte Importmarkt – 5.200 deutsche Unternehmen direkt in China. Um Finanzmarkt und Wirtschaftsraum der Volksrepublik transparenter darzustellen und die neuen Freihandelsabkommen wie etwa die „Neue Seidenstraße“ oder das Industriemodernisierungsprogramm „Made in China 2025“ kompetent zu interpretieren, hatte die VR-Bank zwei hochkarätige Referenten verpflichtet:

 

  • Zum einen Wirtschaftsjournalist Markus Gürne, der seit 2012 die ARD-Börsenredaktion in Frankfurt leitet. Statt an diesem Abend die „Börse vor Acht“ zu moderieren, zeigte der 48-jährige „Exil-Schwabe“ in Erlangen sein „Sendungsbewusstsein“ und verdeutlichte die Zusammenhänge von Weltpolitik, Wirtschaft, Krisen und privatem Vermögen.
  • Zum anderen Professor Heinrich von Pierer, ehemaliger Siemens-Vorstandsvorsitzender, der erfreut war, an diesem Abend in seine ehemalige berufliche Wirkungsstätte zurückzukehren. Als Wirtschaftsexperte und Verhandlungsführer für den asiatischen Raum agierte er in Sachen „Transrapid“ auch mit dem chinesischen Premierminister, einem Nachfahren des chinesischen Kaisers. Pierer beschrieb Chinas „Politik der kleinen Schritte“ als langfristiges strategisches Denken, auf das sich jeder europäische Handelspartner einstellen müsse, um dort profitabel agieren zu können. Mit der Souveränität einer „Position der Stärke“ könnten durchaus auch deutsche Wettbewerber mit den Innovationen des „weltgrößten Patentanmelders“ mitziehen.
 

Zum Abschluss zogen die Zuhörer nicht nur ihr eigenes Resümee, sondern konnten mit ihren individuellen Fragen an die Referenten nochmals andere Perspektiven beleuchten lassen.

Text: Gabriele Stiefler