Sri Lanka

Teeplantagen und paradiesische Strände

Stationen der Rundreise:

  • Colombo
  • Kandy
  • Yala
  • Koggala 


Sri Lanka wollte ich schon immer kennenlernen und nach 30 Jahren Rucksackpause, Asien mal wieder als Backpacker bereisen.

Die tropische Insel, südlich von Indien gelegen, ist so groß wie Bayern. Sie bietet endlose goldene Sandstrände, strahlend leuchtend grüne Teeplantagen, jahrtausende alte Tempelanlagen, lächelnde, freundliche Menschen, die nach der Tsunami-Katastrophe ihre Kräfte bündeln und nach vorne schauen.

Meine Familie und ich fliegen Ende Februar zur besten Reisezeit über Abu Dhabi nach Colombo. Zum Eingewöhnen gönnen wir uns drei erholsame Badetage im Bungalowresort Ranweli bei Waikkal. Hier stören weder Auto- noch Motorengeräusche, dafür verwöhnt uns Vogelgezwitscher und Meeresrauschen.

Dann reisen wir mit dem Taxi weiter ins zentrale Bergland. In der Königsstadt Kandy beobachten wir Hochzeitspaare in der speziellen Kandytracht, wundern uns über 2 Meter große Warane, die sich am Ufer des Kandy-Lakes ausruhen und besuchen eines der wichtigsten Heiligtümer der Buddhisten, den „Zahntempel“. Hunderte weißgekleideter Menschen pilgern zur Relique, dem rechten Backenzahn Buddhas – überall Blumen, Räucherstäbchen und Öllämpchen – ein tolles Erlebnis.

Von Kandy fahren wir mit dem Observation Train bis nach Haputale. Unseren Abteilwagon teilen wir uns mit Touristen aus aller Welt und Einheimischen. Fenster und Türen sind offen. Der hübsche, blaue Zug klettert förmlich mit Tempo 15h/km die Steigungen empor. Wir staunen über atemberaubende Aussichten auf weite grüne Teeplantagen mit bunten Teepflückern, Felslandschaften und riesigen Bäumen.

In Haputale holt uns unser Hotelier des kleinen Gästehauses vom Bahnhof ab. Die Unterkunft ist einfach, hat nur sechs Zimmer, dafür kocht die Mama des Hauses das beste Curry Sri Lankas. Am nächsten Morgen marschieren wir früh los, besichtigen die Lipton-Teefabrik und genießen vom Lipton-Seat einen grandiosen Blick auf die weiten Teeplantagen. Auf der anderen Bergflanke hat der Nebel zwischenzeitlich die Landschaft bedeckt und alles erscheint wie in Watte gehüllt.

Abenteuerlich gelangen wir vom Hochland Haputales in einem übervollen, öffentlichen Bus in die 1500 Meter tiefer gelegene Provinz des Yala Nationalparks. Tissamaharama ist der Ausgangspunkt für unsere 7stündige Pirschfahrt im 1.300qm Park, der an die Steppenlandschaft Afrikas erinnert. Wir sehen Wasserbüffel, Reiher, Rehe, Wildschweine, Pfaus, Elefanten und sogar für einige Sekunden einen Leoparden, bevor dieser wieder im Gebüsch verschwindet. Leider drängen sich im Park viel zu viele Autos.

In Tissamaharama, einer alten Köngisstadt finden, wie überall auf Sri Lanka, bei Vollmond religiöse Feierlichkeiten statt. Junge Mönche in orangenen Kutten, feierlich weiß gekleidete Menschen beten an der 60 Meter hohen weißen Maharan Dagoba und am heiligen Bodhi-Baum, andere baden im nahegelegenen Flüsschen und halten Picknick – ein buntes Treiben – wir sind sehr beeindruckt.

Für die nächste Etappe wählen wir ein Taxi, um dann in Koggala einen etwas längeren Badeaufenthalt einzulegen. Mitten in einem singhalesischen Dorf liegt unsere 170 qm große Villa. Zur Anlage gehören insgesamt 6 weitere Villen, die sich locker um einen großzügigen Pool gruppieren, der auch bei Eisvögeln beliebt ist. Abends servieren uns die netten Boys leckerste vegetarische Curries, auf Wunsch auch mit Fisch und Fleisch. Tagsüber radeln wir mit hauseigenen Rädern zum 800 Meter entfernten riesigen, breiten Strand, der uns ganz alleine gehört. Etwas mehr Abwechslung bietet das 15 km entfernte Örtchen Mirissa. An dessen Strand reihen sich Kneipen und Szenelokale mit buntem Strandleben. Bei höherem Wellengang wird die traumhafte Badebucht vom Meer eingenommen und so sitzen wir in der Bar „Central“ zwar etwas erhöht, aber doch mit den Füßen im indischen Ozean und genießen unseren Drink – einfach herrlich.

Zum Einkaufen fahren wir, natürlich mit öffentlichen Bussen, nach Galle, eine Stadt mit kolonialem Flair und dem berühmten Dutch Fort, welches unbedingt sehenswert ist. Wir unternehmen eine völlig überteuerte Tour mit einem Three Wheeler (Tuk Tuk) und sehen die komplette Umgebung Galles, einschließlich „obligatorischem“ Juweliergeschäft, einen Herbal Garden (Gewürzgarten mit Heilkräutern) und einen traditionellen Batikbetrieb. Bei letzterem schlage ich zu und lasse mir eine Bestellarbeit anfertigen, die sechs Wochen nach unserem Rückflug per Post zuhause eintrudelt.

Für unsere nächste Reise nach Sri Lanka haben wir uns weitere kulturelle Highlights und die Ostküste vorgenommen. Sehr gerne möchte ich auch einige Wochen in einem der zahlreichen ayurvedischen Resort verbringen.

SRI LANKA
heißt nicht umsonst: „Strahlend schönes Land!“

Besuchen Sie diese wunderbare, vielfältige Insel!

 

Beate Grötsch