Genau, kostengünstig und schnell: Multifunktionales Augenmessgerät von bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken ausgezeichnet.

Optocraft GmbH aus Erlangen erhält den Innovationspreis 2011 der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken medwork GmbH unter „Entrepreneur“-Finalisten

 

Traditionell zeichnen die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken auf ihrem Wirtschaftstag in Straubing "Bayerns Mittelstandsbetrieb des Jahres" aus. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis geht dieses Jahr an die Optocraft GmbH aus Erlangen.

 

Das Unternehmen hat eine Technologie auf den Markt gebracht, die Messungen am menschlichen Auge genauer, schneller und kostengünstiger macht als bisher: Ein sogenanntes diffraktiv-optisches Element ermöglicht, verschiedene Messfunktionalitäten in ein Gerät zu integrieren. So kann mit einem Messvorgang sowohl die Oberflächenform der Hornhaut als auch die Fehlsichtigkeit des Auges diagnostiziert werden. Genauere Messdaten machen die Diagnose zuverlässiger und steigern den Erfolg der Behandlungsmethoden. Gegründet wurde Optocraft 2001 von Absolventen des Lehrstuhls für Optik der Universität Erlangen, um Prüfsensoren für optische Systeme und Laser zu entwickeln. Sie werden eingesetzt bei der Qualitätskontrolle von optischen Linsen, die sich unter anderem in Handys, CD- und DVD-Playern, Ferngläsern, Kameraobjektiven, Teleskopen oder Brillengläsern befinden. In nur zehn Jahren hat sich der Existenzgründer zu einem Unternehmen mit 15 Mitarbeitern und 1,14 Millionen Euro Umsatz entwickelt.

 

Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, freute sich mit den Preisträgern: "Wer mitten aus der Forschungslandschaft Bayern heraus ein Unternehmen gründet und ein Diagnosegerät zur Marktreife bringt, das die Augenheilkunde wirklich voranbringt, verdient große Anerkennung."
Dr. Konrad Baumüller, Vorstandssprecher der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach eG, gratulierte als einer der Ersten dem Optocraft-Geschäftsführer Johannes Pfund. In der Geschichte dieses Erfolgsunternehmens sähe er auch die genossenschaftliche Philosophie verwirklicht: Denn mittelständische Betriebe sowie die Genossenschaftsbanken seien aus der Mitte der Gesellschaft entstanden und stünden bis heute in enger Beziehung zueinander. Sie prägten das Bild der Wirtschaft in der Region.


„Entrepreneur“-Finalist

 

Baumüller ist stolz, dass die VR-Bank den Erfolg mittelständischer Unternehmen mit ihrer Finanzkompetenz gewährleisten kann und klopft dabei wohl gedanklich einer weiteren Unternehmerpersönlichkeit auf die Schulter: Gerald Fischer, Geschäftsführer der medwork medical products and services GmbH aus Höchstadt, hat sich wie mehr als 1.000 andere Firmen auch um den Unternehmerpreis „Entrepreneur des Jahres“ beworben, den die Unternehmensberatung Ernst & Young zusammen mit FAZ, DZ Bank und manager magazin vergibt. Geschafft hat er es unter die 65 Finalisten wohl auch deswegen, weil er in wenigen Jahren aus einem mittelständischen Handwerksbetrieb ein modernes Unternehmen mit 100 Mitarbeitern und drei Millionen verkaufter Produkte pro Jahr geschaffen hat. Die Marke medwork steht für die hochwertige Fertigung von Instrumentarien für die flexible Endoskopie und hat sich über Europa hinaus etabliert. Trotzdem setzt das Unternehmen auf den Ausbau des deutschen Fertigungsstandortes und schafft so Arbeitsplätze und Ausbildungsstellen in der Region.

Bild: GVB-Präsident Stephan Götzl (2.v.l.) und Staatsminister Martin Zeil (2.v.r.) überreichten den Innovationspreis der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken an Johannes Pfund (Mitte), Geschäftsführer der Optocraft GmbH, Erlangen.

VR-Bank Erlangen-
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BLZ: 76360033

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